Startseite
home (engl)
francais
italiano
espanol
Photo
Hochschulkooperationen

Kritik an Geheim-Kooperation von Bayer und Uni Köln

16. Januar 2012 -- Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute über die Kritik an intransparenten Kooperationen von Universitäten und der Industrie. In dem Artikel "Stifter und Unruhestifter" heißt es u.a.:

Besonders im Fokus stand zuletzt der Fall Bayer: Seit 2008 gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen der Uni Köln und dem Pharmakonzern, Thema Herz-, Krebs- und Hirnforschung. Wie viel Geld fließt, ist ebenso wenig bekannt wie die Bedingungen. Das konsequente Schweigen sehen Kritiker als Beleg dafür, dass hinter verschlossenen Türen Auftragsforschung stattfindet. Nichtregierungsorganisationen und Studentenvertreter fordern eine Offenlegung des Vertrags. Man befürchtet, dass es eine Einflussnahme von Bayer auf die Ausrichtung der Forschung gibt - und diese Sorge lasse sich nicht ausräumen, solange es keinen Einblick in den Vertrag gebe, sagt Philipp Mimkes vom Aktionsbündnis Coordination gegen Bayer-Gefahren. "Wenn man das zulässt, werden Unikliniken auf Dauer zu ausgelagerten Forschungszentren der Konzerne."

Das Bündnis ließ juristisch prüfen, ob die Uni den Vertrag offenlegen muss, wenn ein öffentliches Interesse daran besteht. In der Tat kam der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit zu dem Schluss, dass ein "Informationszugangsanspruch" bestehe. Die Universität - und der Bayer-Konzern ohnehin - sehen das anders, kein Kommentar, eine Klage ist anhängig. Nur so viel sagt ein Sprecher der Hochschule: Im Dezember habe eine Arbeitsgruppe damit begonnen, Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Unternehmen zu erarbeiten.

=> Zum vollständigen Artikel

alle Infos zur Kampagne